Philip Jenkins erzählt die kaum bekannte Geschichte von der Blüte und dem Untergang des Christentums im Nahen Osten, in Asien und Afrika im Mittelalter. Dieses »Goldene Zeitalter« ist heute nur Fachleuten bekannt. Allgemein herrscht dagegen die Vorstellung, Europa oder der Westen seien die natürlichen Kerngebiete des Christentums. Mit dieser verzerrten Wahrnehmung der historischen Fakten räumt Jenkins auf. Tatsächlich hätte man das Zentrum der Christenheit lange Zeit ebenso gut im mesopotamischen Seleukia verorten können wie in Rom ...
Jenkins schildert aber nicht nur diese vergessene Geschichte faszinierender Personen, Kulturen und Städte. Er zieht aus ihr grundsätzliche Schlüsse über den Aufstieg und Fall grosser Religionen. So kommt er zu einer neuen Diagnose der Gegenwart und Zukunft des Christentums. Ein fundiertes, gut erzähltes und provokantes Buch.
Pressestimmen:
"Man kann sich über einzelne Gewichtungen in dem druchweg gut geschriebenen und übersetzten Buch von Jenkins streiten. Aber man muss ihm zustimmen, wenn er urteilt, es sei eine Katastrophe, die Erinnerung an die alten Kirchen und ihre Erfahrungen völlig zu verlieren." Herder-Korrespondenz 20100729
Zusatzinformationen (Autorenportrait):
Philip Jenkins ist Professor für Geschichte und Religionswissenschaft an der Pennsylvania State University. Er schreibt regelmässig populäre und vielbeachtete Sachbücher zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Christentums.